Allergien

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allergien

Bedingt durch Legierungszusammensetzungen oder Beschichtungen der Oberflächen können manchmal Allergien ausgelöst werden. Ein bekanntes Beispiel ist Nickel. Da statistisch gesehen fast 50% der Bevölkerung eine Nickelallergie haben oder potenziell bekommen können, ist ein Nickelüberzug auf Silberschmuck zum Zwecke des Anlaufschutzes keine gute Idee.

Auch Weißgold wurde über Jahrzehnte mit Nickel legiert. Diese Nickellegierungen wurden wegen ihrer allergischen Problematik irgendwann durch die EU verboten. Dies galt in aller Konsequenz aber nur kurze Zeit, dann wehrten sich die großen Handelskonzerne im Verbund mit der Industrie gegen diese Maßname. Nun wurde der Begriff „Nickelfrei“ neu definiert. Er orientiert sich heute nicht mehr an der tatsächlichen Zusammensetzung eines Metalls, sondern daran, ob der Grenzwert der Nickelabgabe für eine bestimmte Zeit je Quadratzentimeter Oberfläche innerhalb des EU- Grenzwertes liegt. Dieser Grenzwert wurde gleichzeitig so hoch gelegt, dass die Industrie für den Massenschmuckmarkt wieder billiges Nickelweißgold verwenden kann.

In guten Schmuckgeschäften wird solche nickelhaltige Ware in der Regel aber nicht angeboten. Allgemein lösen Goldsorten mit geringeren Anteilen von Feingold mehr Allergien aus als höhere Legierungen. Gerade für Allergiker empfiehlt es sich nicht, 585/- Gold oder sogar 333/- Gold zu tragen. Letzteres besteht überwiegend aus verschiedenen anderen Metallen, Gold kommt darin am wenigsten vor.